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Die SLG Kunststoff aus Bernau schafft zahlreiche Ausbildungs- und Arbeitsplätze in Buggingen

Die Bauarbeiten für den neuen Produktionsstandort am Breitenweg kommen zügig voran

Vor über zehn Jahren wurde in Buggingen die Bebauung der Fläche zwischen Breitenweg und der Bundesstraße 3 beschlossen. Die Fläche eignet sich auch aus Sicht der Genehmigungsbehörden ideal für eine gewerbliche Nutzung, erweitert das bestehende Gewerbegebiet Breitenweg und schließt die vorhandene Lücke zwischen bestehender Bebauung und Bundesstraße.

SLG, ein Familienunternehmen mit Hauptsitz in Bernau und Zweigstelle in Heitersheim entwickelte sich in den vergangenen Jahren überdurchschnittlich. Hergestellt werden seit rund 40 Jahren Produkte im Spritzgussverfahren für vielfältige Anwendungen und Kunden wie Möbelhersteller, Anlagenbau und Automobilindustrie. Am Standort in Buggingen werden durch die Ansiedlung 100 neue Ausbildungs- und Arbeitsplätze geschaffen.

Der Bugginger Gemeinderat beschäftigte sich im Vorfeld eingehend mit der geplanten Ansiedlung des Unternehmens. Besonders wichtig war, dass zu 100% recyclingfähige Produkte produziert werden. Zunehmend kommen neben recyclingfähigen Kunststoffen auch Materialien aus 100% nachwachsenden Rohstoffen zum Einsatz. Die Produkte finden sich in unzähligen Alltagsgegenständen wieder, auf die wir heutzutage nicht verzichten können. „Einweg-Plastikprodukte“ lehnt das Unternehmen entschieden ab. Diesem Ressourcen schonenden Standpunkt schließt sich auch der Gemeinderat an.

Ein weiteres wichtiges Entscheidungskriterium war, dass von SLG keine Geruchsbelästigungen ausgehen werden. Wie sich der Gemeinderat und interessierte Bürgerinnen und Bürger, im Rahmen eines Tages der offenen Tür, überzeugen konnten, ist dies bei dem eingesetzten Spritzgussverfahren nicht der Fall. Da der neue Standort direkt an der Bundesstraße liegt, wurden hohe Auflagen bezüglich der Außenfassadengestaltung und Eingrünung des Grundstücks definiert und durch eine Photovoltaik-anlage zur Stromerzeugung auch das Thema Nachhaltigkeit berücksichtigt.

Buggingen ist traditionell neben Wohn- auch Wirtschaftsstandort und hat sich seit der Schließung des Kalibergwerks stetig weiterentwickelt. Bei Neuansiedlungen wird darauf geachtet, dass die Unternehmen einen Mehrwert durch Ausbildungs-, Arbeitsplätze und Steuereinnahmen bringen. „Auch unsere Unternehmen müssen einen Beitrag zu unserer kommunalen Infrastruktur wie Kindergärten, Schulen, Hallen, Straßen usw. leisten. Wir haben einen guten Mix aus bereits bestehenden kleineren und größeren Unternehmen. Egal ob Handel, Handwerk oder Dienstleistungen, alle tragen ihren Beitrag zum Gesamtergebnis bei. Hier sind wir aktuell gut aufgestellt,“ freut sich Bürgermeister Johannes Ackermann.

Auch in Zukunft wird für Buggingen bei jeder baulichen Entwicklung dem Thema Flächenverbrauch, Nachhaltigkeit und Wachstum besondere Bedeutung zukommen. Die Gemeinde will auch in Zukunft, Flächen für bauliche Entwicklungen zur Verfügung stellen. Die Nachfrage ist sowohl im Gewerbe- als auch im Wohnbereich hoch. Allerdings soll die Entwicklung moderat und Ressourcen schonend verlaufen. Die vorhandenen Flächen können nicht unendlich für ein Wachstum um jeden Preis versiegelt werden. Dies ist weder sinnvoll für Natur und Umwelt noch zweckdienlich für die vorhandene Infrastruktur. Den Spagat zwischen Umwelt und Entwicklung zu meistern, ist heute Herausforderung und Aufgabe für morgen.

Beim Wohnen legt Buggingen seit Jahren daher den Fokus auf Innenverdichtung und Innerortsbebauung von Flächen. Im gewerblichen Bereich liegt der Fokus auf Unternehmen, die in die Gemeinde passen und langfristig zur positiven Gesamtentwicklung beitragen können. SLG Kunststoff erfüllt diese Vorgabe. Wenn alle Bauarbeiten reibungslos verlaufen, kann das neue Gebäude Ende 2020 bezogen werden und danach die Produktion beginnen.