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40 jähriges Dienstjubiläum - Manfred Schlageter für treue Dienste gelobt

03.08.2017

Manfred Schlageter li. mit Bürgermeister Johannes Ackermann

Allen Grund zum Feiern hatte das Rathaus Buggingen. „Wir sind ein Team. Einer allein erreicht nichts“, betonte Manfred Schlageter, stand aber dennoch im Mittelpunkt der Feier im Rathaus Buggingen, schließlich ging es um sein Dienstjubiläum. Vor 40 Jahren begann er seine Verwaltungslehre in der Gemeinde Bad Krozingen, vor 34 Jahren wechselte er ins Rathaus Buggingen. Seit 1988 hat Manfred Schlageter die Finanzen der Gemeinde im Griff als kompetenter Kämmerer, auf den sich der Bürgermeister, das Ratsgremium und die Bürger verlassen können.
Die Gemeinde müsse dem ehemals langjährigen Ratsmitglied Adolf Fünfgeld, der Manfred Schlageter 1983 aus Bad Krozingen „abgeworben“ habe, sehr dankbar sein, betonte Bürgermeister Johannes Ackermann. Nach fünf Jahren als Kassenverwalter sei Manfred Schlageter seit 29 Jahren als bewährter Rechnungsamtseiter ein Glücksfall für die ganze Gemeinde, ein um- und weitsichtiger Kämmerer, dessen professionelle Arbeit von ihm, der Verwaltung, dem Gemeinderat und den Bürgern hoch geschätzt werde, wie Johannes Ackermann bei der Übergabe der Urkunde zum Dienstjubiläum, lobte.
Manfred Schlageter freute sich, dass das ganze Team aus der Verwaltung und dem Bauhof sowie Bürgermeisterstellvertreter Reinhold Waldmann und Ortsvorsteher Robert Merle sein Dienstjubiläum mit ihm und dem Bürgermeister feierten. Seine besten Ausbilder seien im Rathaus Bad Krozingen die Brüder Edgar und Adolf Link gewesen und im Rathaus Buggingen habe er während der 16-jährigen Amtszeit von Bürgermeister Günter Hansen viel dazugelernt, erinnerte sich Manfred Schlageter. Er dankte Bürgermeister Ackermann und Reinhold Waldmann, den Garanten für die konstruktive Zusammenarbeit zwischen der Verwaltung und dem Gemeinderat.
Die enge Kooperation mit dem Haupt- und Bauamt führten stets zu einer guten Lösung, wobei gerade die unterschiedlichen Meinungen fruchtbar seien, erklärte der Kämmerer. Für ihn sei die tolle Teamarbeit in der Verwaltung und mit dem Bauhof ganz wichtig, nur so könne man die vielfältigen Aufgaben einer Gemeinde bewältigen. Jeder Einzelne sei auf seinem Posten der wichtigste Mitarbeiter und wenn nur einer nicht mitziehe, laufe nichts rund, betonte der 57-Jährige und ergänzte, er habe nicht gewusst, wie schnell 40 Jahre vergehen können. Über die Geschenke vom Bürgermeister und vom Kollegenteam freute sich der Kämmerer.   
Manfred Schlageter ist auch in seiner Freizeit ein echter Teamplayer. In seiner Heimatgemeinde Tunsel war er 20 Jahre lang bis 2009 Ortschaftsrat, seit über 40 Jahren  singt er im Gesangverein und war 14 Jahre dessen erster Vorsitzender und im Musikverein spielte er 15 Jahre Bariton und hat früher Tanzmusik gemacht. Er ist seit 1985 verheiratet, hat zwei Kinder und einen Enkelsohn und versichert: „Die Familie ist mein größtes Glück.“ Er sei mit Leib und Seele ein waschechter Tunsler, aber, so Manfred Schlageter: „Mein Herz schlägt auch für Buggingen, meine zweite Heimat, und ich komme jeden Tag gerne zur Arbeit.“


Weitere Arztpraxis in Buggingen

03.08.2017

Die Gemeinde Buggingen hat alle Vorkehrungen für die dringend notwendige zweite Hausarztpraxis getroffen. Sie stellt die Praxisräume und eine Ärztin, die sich niederlassen möchte, hat vor acht Monaten den entsprechenden Antrag gestellt. Eine Entscheidung wird aber laufend vertagt, weil die Kassenärztliche Vereinigung (KV) und die Zulassungsstelle argumentieren, der Mittelbereich Müllheim, zu dem Buggingen gehört, sei hausärztlich ausreichend versorgt – wohlwissend, dass dieser Berechnung Zahlen von Einwohnern und Arztpraxen aus dem Jahr 2015 zugrunde liegen. Schuld soll das Statistische Landesamt sein. Seltsam.

Vor wenigen Jahren gab es in Buggingen zwei Praxen bis ein Arzt wegen Krankheit geschlossen hatte und der Praxissitz nach Heitersheim verlagert wurde, wo es verglichen mit der Einwohnerzahl ohnehin genug Praxen gab. Aktuell hat Buggingen 4190 Einwohner, weshalb der Antrag für eine Sonderbedarfszulassung zur Wiederherstellung des zweiten Praxissitzes gestellt wurde. Würde die Zulassungsstelle die aktuellen Zahlen von etwa 56.772 Einwohner im Mittelbereich Müllheim mit der Zahl der tatsächlich vorhandenen Hausarztpraxen vergleichen, läge der Versorgungsgrad bei 108 Prozent, erklärt der Bugginger Bürgermeister Johannes Ackermann. Weil aber die Zahlen von 2015 mit nur 55.618 Einwohnern in Relation zu inzwischen bereits geschlossenen Arztpraxen gesetzt wurden, überschreitet der Mittelbereich Müllheim den mit 110 Prozent festgelegten Versorgungsgrad um 0,2 Prozent, was diese Region zum „gesperrten Gebiet“ für weitere Hausarztpraxen macht.
Dass für die Berechnung des Versorgungsgrades veraltete Zahlen verwendet wurden, „ist möglich“, räumte Dr. Johannes Fechner, Vorsitzender der KV Baden-Württemberg, auf Anfrage der Badischen Zeitung am 20. August telefonisch ein, betonte aber, der Fehler liege nicht bei der Zulassungsstelle sondern beim Landesausschuss, der seinerseits die Einwohnerzahlen vom  Statistischen Landesamtes weitergebe und, so Fechner: „Dieses Amt hinkt den aktuellen Zahlen hinterher.“ Bedeutet das, dass Buggingen keine zweite Arztpraxis bekommt, weil ausgerechnet das Statistische Landesamt die aktuellen Einwohnerzahlen nicht kennt?
Telefonisch hat der KV-Vorsitzende erklärt, dass bei einem Antrag auf Sonderbedarf laut Gesetz umliegende Ärzte befragt werden müssten. Einige hätten als Gegenargument für die Antragsbewilligung „freie Kapazitäten“ angegeben.
Fakt ist aber, dass bei einer aktuell-korrekten Versorgungsberechnung die Praxis in Buggingen ohne Sonderbedarfsantrag genehmigungsfähig wäre. Johannes Fechner vertrat am Telefon die Ansicht, dass andere Regionen Ärzte dringender bräuchten und dass Patienten aus Buggingen kein Problem hätten, einen Hausarzt in Heitersheim aufzusuchen. „Die 4,5 Kilometer könnte man sogar laufen“, meinte er. Das sehen die Bürger in Buggingen anders, zumal vor allem Senioren mit eingeschränkter Mobilität einen Arzt brauchen.
Um die Infrastruktur für ältere Bürger zu verbessern hat die Gemeinde Buggingen das Erdgeschoss in der neuen Seniorenwohnanlage gekauft und allein in die Arztpraxis rund 400.000 Euro investiert. Dies in der berechtigten Hoffnung auf eine Realisierung, da Dr. Fechner der Gemeinde am 18. Januar 2017 schriftlich „die positive Stellungnahme des KV“ versichert habe, wie Bürgermeister Johannes Ackermann berichtet. Darüber hinaus liege der Gemeinde eine weitere positive Stellungnahme einer KV-Mitarbeiterin vor. Inzwischen seien auch im Hinblick auf die gute ärztliche Versorgung im Haus alle Seniorenwohnungen verkauft worden.
Im Mittelbereich Müllheim gebe es seit Jahren den erkennbaren Trend, dass bei steigenden Einwohnerzahlen die Ärztezahlen sinken, stellt Ackermann fest und moniert, dass die KV tatenlos zusehe und Zusagen mache, die sie nicht einhalte. Es könne auch nicht sein, dass andere Ärzte aus rein wirtschaftlichem Interesse ein Veto einlegen können zu Lasten der Bürger von Buggingen.
Der KV-Vorsitzende will den Bugginger Bürgern die Hoffnung auf eine zweite Arztpraxis nicht nehmen, wie er betonte. Er habe der betreffenden Ärztin einen „Vorschlag zwecks Überbrückung“ gemacht. Wenn es dann klappt, dass der Zulassungsausschuss aktuelle Daten vom Landesausschuss und vom Statistischen Landesamt erhält und auf dieser Basis den hausärztlichen Versorgungsgrad neu berechne, bestünde eine gute Aussicht auf die Genehmigung einer zweiten Arztpraxis in Buggingen, versicherte Dr. Fechner am Telefon.
Der vom KV-Vorsitzenden erwähnte Vorschlag zur Überbrückung sei ein „nicht praktikabler Kompromissvorschlag“, dahingehend, dass der Arzt für seine Patienten zu wenig abrechnen dürfe, um seine Mitarbeiter bezahlen zu können, sagt der Bürgermeister. Inzwischen werde das Anliegen von Buggingen vom  Gemeindetag Baden-Württemberg, den Landtagsabgeordneten Patrick Rapp (CDU) und Bärbl Mielich (Grüne), vom Sozialwerk Müllheim, von der Sozialstation Markgräflerland, dem DRK und dem Krankenpflegeverein Buggingen unterstützt, da insbesondere  die Pflegeeinrichtungen aufgrund der ärztlichen Unterversorgung dringenden Handlungsbedarf sehen, informiert Johannes Ackermann.


Ehrenamt in der ambulant betreuten Wohngruppe

03.08.2017

Bürgerschaftliches Engagement ist gefragt. Ehrenamtliche sollen die  ambulant betreute Wohngruppe in der Seniorenwohnanlage in Buggingen beleben und den familiären Charakter stärken. Wie eine konstruktive Mitarbeit aussehen könnte, diskutierten rund 30 Bürger beim Infoabend   im Rathaus-Café mit Manuela Steinbach, Vertreterin des Evangelischen Sozialwerks Müllheim, dem Betreuungsträger, und Bürgermeister Johannes Ackermann, da die Gemeinde Buggingen Eigentümer und Vermieter der Wohngruppe ist. Die Einrichtung in der Dorfmitte soll Anfang Januar 2018 bezugsfertig sein.  

Der Bedarf an Pflegeheimen steigt, gerne einziehen möchte niemand. Eine gute Alternative ist ein Pilotprojekt in Buggingen. Es  bietet ein völlig neues Konzept mit einer kleinen Betreuungsform in einer familiären Wohngruppe. Ein Investor baut eine Anlage mit 20 betreuten Wohnungen, die Gemeinde ist Eigner des Erdgeschosses, richtet hier eine Arztpraxis ein und eine ambulant betreute Wohngruppe mit zwölf Einzelzimmer, wo pflegebedürftige Personen individuell und wie in einer Familie zusammenleben.
Partner der Gemeinde ist das Sozialwerk, das die Grundbetreuung der Wohngruppe rund um die Uhr mit Alltagsbegleiterinnen sichert. Die pflegerische Versorgung übernehmen je nach Bedarf ambulante Pflegedienste. Diese Versorgung reicht aber nicht, um sich auch im Ort willkommen und geborgen zu fühlen.
Die Bewohner sollen als Bürger in der Dorfgemeinschaft integriert werden. Von Angehörigen werde erwartet, dass sie sich einbringen, sagte Manuela Steinbach. Aber auch Bürger sollten sich engagieren und Alltagsleben in die Wohngruppe bringen. Sie sehe das Engagement von Ehrenamtlichen als dritte Säule neben der Gemeinde und dem Betreuungsdienstleister, so Steinbach. Im Gemeinschaftsraum der Wohngruppe, der umgeben ist von den Einzelzimmern, könnte man mit den Bewohnern kochen, backen, singen, lesen, basteln, tanzen, oder im Ort Spaziergänge und Veranstaltungsbesuche anbieten.
Wer möchte, kann Seminare und Schulungen des Sozialwerks kostenfrei nutzen, betonte Manuela Steinbach, die Hausleiterin des Müllheimer Elisabethenheims. Notwendig sei jedoch eine Struktur. Es müsse einen Ansprechpartner geben, der die Angebote des Helferkreises koordiniert und terminiert. Die Ehrenamtlichen könnten sich als freie Gruppe zusammenschließen, einen Förderverein gründen, oder sich als Gruppe an einen bestehenden Verein andocken, schlug Manuela Steinbach vor. Ein „Andocken“ könne er sich beispielsweise beim Krankenpflegeverein vorstellen, sagte Bürgermeister Ackermann. Falls ein neuer Förderverein gegründet werde, helfe die Gemeinde im Bereich der Satzungen und anderer Formalitäten. Wichtig sei, dass viele Bürger mit den Bewohnern ins Gespräch kommen, von außen Leben in die Wohngruppe bringen und somit das Bewusstsein schaffen, dass sich die Dorfgemeinschaft mit der Einrichtung identifiziert. „Das schaffe wir“, betonte Johannes Ackermann. Wenn aus jedem der 24 Vereine in Buggingen ein Mitglied bereit wäre sich ehrenamtlich einzusetzen, gäbe das schon eine gute Helfergruppe.
Ganz wichtig ist dem Bürgermeister eine zweite Arztpraxis in Buggingen, die in der Etage der ambulanten Pflege auch ein zentrales Element für alle Bewohner wäre. Die Ärztin, die sich im Haus niederlassen will, habe auch acht Monate nach Antragstellung bei der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) noch keine Erlaubnis erhalten. Aktuell gebe er eine erfolgversprechende Option, da eine Praxis in einer Umlandgemeinde aufgegeben werde und deren Sitz in die Seniorenwohnanlage verlegt werden könnte. Er hoffe, so der Bürgermeister, dass die KV diesen Antrag schneller und positiv entscheide.
Infos: Wer sich ehrenamtlich in der ambulanten Pflegewohngruppe engagieren möchte oder Fragen hat, wendet sich in der  Gemeindeverwaltung Buggingen an Sonja Pfeiffer, Telefon 07631/1803-23 oder per Mail: sonja.pfeiffer@buggingen.de.


Einweihung Neubaugebiet Himmelreich

03.08.2017

Die Erschließungsarbeiten für das rund 1,3 Hektar große Neubaugebiet Himmelreich in Buggingen sind abgeschlossen und die Grundstücke ab sofort bebaubar. Zur Einweihung des neuen Wohngebietes luden der Erschließungsträger, die Badenova Konzept, und die Gemeinde die Planungs- und Baufirmen sowie die künftigen Grundstückseigner und die Bugginger Nachbarschaft ein.
Auf dem Areal der ehemaligen Bugginger Festhalle sind insgesamt 19 Bauplätzen entstanden, mit Flächen von 330 bis 960 Quadratmetern, erschlossen über eine Spielstraße. Vier Grundstücke gehören nach wie vor privaten Eignern, die an der Umlegung beteiligt waren. Für die restlichen 15 Bauplätze habe es 80 Bewerber gegeben, wie Manfred Schlageter vom Rechnungsamt erklärte.
Alle Grundstücke seien „so gut wie verkauft“, es gebe aber leider noch keine Kaufverträge, da die Gemeinde Buggingen neuerdings zum Grundbuchamt Emmendingen gehöre, sagte Bürgermeister Johannes Ackermann. Er dankte dem bewährten Team der Badenova, den Planern, wie Ralf Burkart vom Büro Fischer, allen Baufirmen, dem Gemeinderat und den Mitarbeitern der Verwaltung, insbesondere Bauamtsleiter Theo Speyer. Es freue ihn, so Ackermann, dass viele der künftigen Neubürger zum Einweihungsfest gekommen seien. Da die Gemeinde den Überschuss aus den Grundstücksverkäufen in den Bau eines neuen Kindergartens investiert, lud der Bürgermeister die anwesenden Kinder der potenziellen Bauherren ein, das Band zur Eröffnung des Baugebietes zu durchschneiden.
Markus Riesterer, Geschäftsführer der Badenova Konzept, lobte die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde Buggingen, für die Badenova mit dem Himmelreich bereits das dritte Bauprojekt erschlossen habe. Die Herstellungskosten für die Erschließungsarbeiten bezifferte Riesterer mit rund einer Million Euro inklusive dem Leerrohrsystem für den späteren Breitbandausbau mit Glasfaserkabel. Anschließend lud Badenova Konzept alle Gäste zu einem kleinen Imbiss ein.