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Aktuelles aus dem Gemeinderat – Sitzung vom 19.06.2017

26.06.2017

Kindergarten:
Da der Klimawandel für mehr Hitze in den Sommermonaten sorgt, wird im Kindergarten in Seefelden die Wärmepumpenanlage durch eine Naturkühlfunktion erweitert. Trotz der Jalousien und weiterer Maßnahmen wie das Anbringen von Sonnenschutzfolien an den Oberlichtern wurde die Temperatur nur um etwa drei Grad Celsius gesenkt und liege an heißen Sommertagen immer noch bei etwa 28 Grad Celsius, erklärte Bauamtsleiter Theo Speyer. Die Wärme im Gebäude sei auch wegen der starken Frequentierung des Kindergartens mit aktuell 135 Personen gestiegen. Um die Temperatur um weitere drei bis vier Grad Celsius zu senken, hat die Verwaltung das Müllheimer Ingenieurbüro ist-EnergiePlan GmbH, das die Haustechnik beim Neubau geplant hatte, gebeten weitere Möglichkeiten zur natürlichen Kühlung zu prüfen. Die Maßnahme erläuterte in der Sitzung Sebastian Pfeifer von der ist-EnergiePlan GmbH. Für die Umstellung der Heizungsanlage sind zwei Schritte notwendig, die insgesamt 10.540 Euro kosten. Der ortsansässigen Firma Stoll wurde der Auftrag für eine hydraulische Einbindung in das Heizsystem für 6.852 Euro erteilt und die Firma Avocos aus Freiburg übernimmt für 3.688 Euro die Einbindung des neuen Systems in die Gebäudeleittechnik.

Schule:
Die Grundschule Buggingen braucht mehr Räume für die Betreuungsangebote und will daher den vorhandenen Werkraum multifunktional nutzen. Um dies zu ermöglichen wird die Firma Glockner aus Freiburg für 8.165 Euro neue Schrankwände liefern und montieren.

Leitungsarbeiten:
Aufgrund eines Schadens muss die Schmutzwasser-Anschlussleitung in der Wiesenstraße 4 in Seefelden erneuert werden. Der Schaden entstand im Bereich des Anschlusspunkts an den Hauptkanal und sei laut Bauamtsleiter Theo Speyer ohne Tiefbauarbeiten nicht reparierbar. Weil der Schmutzwasserkanal in vier Metern Tiefe liegt, sei die Maßnahme relativ teuer. Gleichzeitig soll auch die Anschlussleitung für Regenwasser fachgerecht erneuert werden. Da die Gemeinde für den öffentlichen Bereich der Kanäle bis zur jeweiligen Grundstücksgrenze zuständig ist, vergab sie die Arbeiten für 10.743 Euro an die Bugginger Firma Braun.

Bauhof:
Für den Transport von Wegebaumaterial wie Sand, Schotter und Kies steht dem kommunalen Bauhof seit 13 Jahren ein Acht-Tonnen-Tandemanhänger zur Verfügung, der aber nur mit etwa 5,8 Tonnen beladen werden kann und inzwischen auch in die Jahre gekommen ist ist. Mit diesem Anhänger darf die Zugmaschine nur maximal 25 Stundenkilometer fahren, was gerade bei längeren Strecken ein Hindernis für andere Verkehrsteilnehmer darstellt. Zur Diskussion stand als Ersatz die Anschaffung eines neuen Anhängers, ein Zweiachser Dreiseitenkipper der Marke Oehler, mit einem zulässigen Gesamtgewicht von zwölf Tonnen, der für eine Geschwindigkeit von 40 Stundenkilometern zugelassen ist und beim günstigsten Bieter, der Bugginger Firma Diener, 18.100 Euro kosten würde. Gemeinderat Robert Merle (FWG), regte an, einen größeren, 14- oder 18-Tonner-Anhänger zu kaufen. Diese Anregung will der Gemeinderat auf Vorschlag von Bürgermeister Johannes Ackermann überprüfen lassen.
 
Fest „Rund ums Rathaus“
Wie alljährlich üblich genehmigte der Gemeinderat Buggingen einstimmig den Antrag der Vereinsgemeinschaft im Rahmen des Dorffestes „Rund ums Rathaus“ für die Einrichtung eines Flohmarkts am Sonntag, 16. Juli 2017.

Bundestagswahl
Einhellig wurden auch die Wahlvorstände und Beisitzer für die Auszählung der Stimmen bei der Bundestagswahl am 24. September akzeptiert: Wahlvorsteher im Wahlbezirk 1 (Grundschule Buggingen) ist Dieter Lock, Stellvertreter Hermann Hamm. Den Wahlbezirk 2 (Feuerwehrgerätehaus Buggingen) leiten Ursula Hamm und Susanne Schmidt, den Wahlbezirk 3 (evangelisches Gemeindehaus in Seefelden) Manfred Schlageter und Veronika Schulz. Wahlvorsteher für die Briefwahl ist Ursula Otto, Stellvertreterin Margrit Oswald. Für jeden Wahlbezirk und auch für die Auszählung der Briefwahl wurden jeweils vier Beisitzer/Beisitzerinnen ernannt. Bürgermeister Johannes Ackermann dankte allen Mitarbeitern und Ehrenamtlichen, die sich als Wahlhelfer zur Verfügung stellen.

Spielplatz Kali
Im Wohngebiet Kali wird ein Spielplatz gebaut und zwar parallel zwischen der Grißheimer Straße und dem Ehebach auf einer derzeit ungenutzten Grünfläche. Das mit den Anwohnern besprochene Projekt  fand am Montag die einhellige Zustimmung des Gemeinderates Buggingen. Einstimmig erfolgte auch die Vergabe der Ingenieurleistungen an das Freiraum- und Landschaftsarchitekturbüro Ralf Wermuth in Eschbach.
Die rund 350 Quadratmeter große Fläche muss wie ein Bauantrag behandelt werden, da sie im Randbereich des Wohngebiets in einer Grünzone liegt, erklärte Planer Ralf Wermuth in der Ratssitzung.
In der Entwurfsplanung ist vorgesehen, den Platz entlang der Grißheimer Straße mit einem 1,20 Meter hohen Zaun einzäunen. Der Zugang befindet sich nicht an der Straße sondern erfolgt über das Eingangstor an der Ostseite. Davor sind drei Fahrradabstellplätze vorgesehen. Im Norden, Richtung Ehebach, könnte der Platz offen bleiben. Die Nussbäume bleiben stehen und als Abstand zum Bach wird  ein Gewässerstreifen von fünf Metern Breite eingehalten. 
Rechts des Eingangs ist der Kleinkindbereich mit einer Rutsche, einem Wackeltier und dem Sandkasten. Links des Tors ist eine Doppelrutsch-Schaukel geplant und über die gesamte Westseite eine große Kletter-Rutsch-Kombination, die aus Holz, Stahl oder aus Holz mit Stahl bestehen könnte, erklärte Ralf Wermuth und empfahl dem Gremium nicht an den Spielgeräten zu sparen. Gleichzeitig informierte er, dass die Nachfrage für Spielgeräte momentan sehr gut und die Preise entsprechend teuer sind. Nach der Kostenschätzung des Planers muss die Gemeinde mit rund 48.300 Euro brutto rechnen, zuzüglich von 20 Prozent für die Baunebenkosten.
Zwischen dem Klettergerüst und dem Kleinkindbereich sind Bänke und ein Tisch, die Eltern und Großeltern einen guten Überblick zur Beaufsichtigung der Kinder gewähren. Außerdem soll ein großkroniger Baum als Schattenspender gepflanzt werden.
Karl-Heinz Gerlach (SPD) und Volker Lekies (MUT) freuten sich über die Realisierung, denn ein Spielplatz im Wohngebiet Kali werde seit 20 Jahren immer wieder im Gremium diskutiert. Angesichts der 50 Kinder unter 15 Jahren, die in der Kalisiedlung wohnen, bestehe ausreichend Bedarf für einen Spielplatz, der auch bald gebaut werden soll, betonte Bürgermeister Johannes Ackermann. Reinhold Waldmann (FWG) berichtete vom Vororttermin mit engagierten Eltern aus dem Wohngebiet. Einige seien auch bereit ehrenamtlich zu helfen. Eigenleistungen seien wegen der VOB-Vorschriften zur Verkehrssicherheit nicht so einfach, sagte Wermuth, aber gut denkbar bei den Pflanzaktionen.
Rechnungsamtsleiter Manfred Schlageter erklärte, dass im laufenden Haushalt zwar nur 30.000 Euro für den Spielplatz eingestellt sind. Angesichts der Haushaltslage seien aber auch die überplanmäßigen Kosten durchaus noch vertretbar, so der Kämmerer.  

Stromtankstelle
Buggingen braucht zentral im Bereich des Rathauses einen festinstallierten Stromanschluss mit Zähler für Veranstaltungen wie das Fest „Rund ums Rathaus“ oder den Grättimannmärt. Da sich einige Bürger im Rahmen der Energiewerkstatt für eine Stromtankstelle für Elektrofahrzeuge ausgesprochen haben, könnte man nun zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. In der jüngsten Ratssitzung informierte Gemeinderat Ralf Körkel (FWG), dass es kombinierte Anlagen gebe, die sowohl die Stromtankstelle als auch den Stromanschluss für Festbetreiber ermöglichen. Die Gemeinde könnte über einen neuen Hausanschluss auch eine Ladestelle für Elektrofahrzeuge einrichten. Für zwei Zapfsäulen reiche eine Kapazität von 22 Kilowatt. Der Strom könne von der Gemeinde über das Handy des Nutzers freigeschaltet und die Kosten über eine Abrechnungsfirma eingezogen werden. Auf Wunsch des Gremiums wird die Verwaltung die Machbarkeit und Kosten des Vorhabens sowie die Möglichkeit stattlicher Bezuschussung prüfen.

Ferienprogramm
Seit fast 30 Jahren bietet die Gemeinde Buggingen Kindern und Jugendlichen zwischen sechs und 16 Jahren attraktive Angebote während der sechswöchigen Schulferienzeit. Voraussetzung für die Teilnahme am Ferienprogramm 2017 ist der Ferienpass. Der kostet im Rathaus 15 Euro je Kind, für das zweite Kind einer Familie 7,50 Euro und ist ab dem 3. Kind kostenlos erhältlich. Unterstützt von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, Eltern und Mitarbeitern der Verwaltung gibt es in jeder Ferienwoche verschiedene Angebote wie: Reiten, Basteln, eine Kanu-Fahrt, ein „Beauty-Day“ beim Friseur, eine Wanderung, ein Ausflug in den Basler Zoo und Kennenlerntage bei der Feuerwehr und der Bergmannskapelle Buggingen. Von Vorteil ist der Ferienpass aber auch für Kinder, die nicht an den Veranstaltungen teilnehmen wollen. Sie haben nämlich freien Eintritt im Müllheimer Schwimmbad. 

Feuerwehr, neue Kostenregelung
Einstimmig befürwortete der Gemeinderat Buggingen im Rahmen der  Neuregelung des Kostenersatzes für Leistungen der Freiwilligen Feuerwehr sowohl die  Kalkulation als auch den entsprechenden Satzungsbeschluss. Die kommunale Verwaltung muss bei jedem Einsatz prüfen, ob es sich um eine kostenpflichtige oder gebührenfreie Pflichtaufgabe handelt oder um eine Kannaufgabe, die immer kostenpflichtig ist.
Einsätze bei Pflichtaufgaben der Wehr, wie der klassische Gebäudebrand, erfolgen grundsätzlich unentgeltlich, es sei denn, es handelt sich um eine grobfahrlässige oder vorsätzliche Brandstiftung. Einsätze bei Verkehrsunfällen oder Fehlalarmierungen der Feuerwehr, die durch Brandmeldeanlagen ausgelöst wurden, sind immer kostenpflichtig, ebenso  Sonderlösch- und Einsatzmittel bei einem Brand im Gewerbe- oder Industriegebiet.
Der Kostenersatz für Feuerwehreinsätze basiert auf dem Feuerwehrgesetz des Landes Baden-Württemberg. Die Fahrzeug-Stundeneinsätze sind vom Gesetzgeber pauschaliert und für Kommunen verbindlich, während die Stundensätze für die Einsatzkräfte nicht einheitlich geregelt sind und von den Gemeinden nach den gesetzlichen Vorgaben neu kalkuliert werden müssen.
Festgelegt wurde in der neuen Satzung für ehrenamtlich tätige Feuerwehrleute ein Stundensatz von 10.50 Euro sowie 15 Euro je Stunde für die Brandsicherheitswache.
Hinzu kommt möglicherweise eine Entschädigung für den  Verdienstausfall. Für die Kalkulation hat Rechnungsamtsleiter Manfred Schlageter die Ergebnisse der letzten drei Rechnungsjahre, 2014 bis 2016, und die Haushaltsansätze 2017 einbezogen und eine durchschnittliche Zahl von 80 Einsatzstunden je Feuerwehrmann und Jahr ermittelt.
Für die Einsätze von Fahrzeugen gelten als Erstattungssätze die Pauschalen der Verordnung des Innenministeriums. So sind 20 Euro je Stunde für den Mannschaftswagen MTW angesetzt, 170 Euro für das Löschgruppenfahrzeug LF 20 und 54 Euro für den Gerätewagen-Transport GW-T. umi

 


Ringe für den Wiedehopf

07.06.2017

Der Nachwuchs des einzigen Wiedehopf-Brutpaares in Buggingen wurde beringt.  Den lateinischen Namen Upupa epops hat der Wiedehopf seinem markanten Balzruf: „upupup“ zu verdanken. Die imposante, drosselgroße Vogelart  ist vom Aussterben bedroht. In Deutschland gibt es nur noch rund 500 Paare. Ein Wiedehopfpaar hat sich auf der Gemarkung Buggingen eingenistet und aus einem Gelege von acht Eiern vier Babys ausgebrütet. Die wurden jetzt vom Naturschutzbund (Nabu), Ortsgruppe Müllheim,  beringt, um den Bestand überprüfbar zu machen.

Der Standort des Nistkastens muss geheim bleiben, damit der Nachwuchs bis zum Flügge werden – das dauert nach dem Schlüpfen etwa vier Wochen - seine Ruhe hat. Beim Beringen waren die Vögelchen drei Wochen alt und schon recht munter.  Kennzeichen dieser Art sind ein langer, dünn gebogener Schnabel, ein  helles, orange-bräunliches Gefieder und schwarz-weiße Flügel. Beim Beringen haben die Wiedehöpfchen die Naturschützer leicht genervt, aber auch interessiert beobachtet,  ihre markanten Federhauben  aufgerichtet und ausgeschaut wie kleine Punks.

Christoph Hercher, Vorsitzender der Nabu-Ortsgruppe Müllheim, informierte, dass der Nabu mit speziellen Nistkästen am Kaiserstuhl 150 und in der Ortenau etwa 50 Wiedehopfpaare neu angesiedelt hat. Warum das im Markgräflerland nicht so gut klappt, sei die große Frage. Aktuell gibt es außer in Buggingen auch  in Auggen und in Betberg ein Brutpaar. Liebevoll betreut wurden die Wiedehopfe und andere bedrohte Vogelarten, wie Steinkäuze, jahrelang von dem inzwischen verstorbenen Bugginger Ornitologen Hanspeter Zimmermann, lobte Hercher. Der Wiedehopf könne für Landwirte und vor allem für Winzer von großem Nutzen sein, da er sich von Rebschädlingen, wie Raupen, Käfern und Schnecken ernähre, betonte Christoph Hercher.  


Aktionstag Ökoturm

07.06.2017

Heimische Wild- und Gewürzkräuter, Stauden und Sträucher sind für Bienen und Schmetterlinge viel verlockender als exotische Pflanzen. Jeder kann in seinem Garten, auf dem Balkon oder der Terrasse naturnahe Oasen einrichten und auch Lebensraum für Vögel schaffen. Die  Gemeinde Buggingen will die Bürger zum Umdenken anregen und  Zeichen setzen gegen das Vogel- und Bienensterben, erklärte Bürgermeister Johannes  Ackermann beim Aktionstag Ökoturm und freute sich über zahlreiche Naturfreunde im Hof der Pfarrscheune.

Diese Offensive für mehr biologische Vielfalt im Dorf hat die Gemeinde mit dem Naturschutzbund (Nabu), Ortsgruppe Müllheim veranstaltet. Es sei beispielhaft, dass Buggingen die Insektenvielfalt im Gemeindegebiet fördern wolle, lobte der  Nabu-Vorsitzende Christoph Hercher. Dies sei auch dringend notwendig, weil die Zahl der Fluginsekten um 80 Prozent zurückgegangen sei, was zur Folge hat, das Blumen und Bäume nicht mehr bestäubt werden und Vogelarten, deren Nahrungsgrundlage Insekten sind, vom Aussterben bedroht sind.

Eine der vielfältigen Ursachen sei der immense Flächenverbrauch. Allein in Baden-Württemberg gingen der heimischen Natur jeden Tag  sechs bis sieben Hektar Fläche verloren, also täglich etwa sieben Fußballfelder, mahnte der Nabu-Vorsitzende. Vieles deute auch darauf hin, dass weitreichend Insekten vergiftet werden.

Erster Schritt in die richtige Richtung sei,  dass der Gemeinderat Buggingen beschlossen hat, aus dem alten Trafoturm am Eingang des  Neubaugebiets Himmelreich nach und nach einen Ökoturm zu gestalten, der in enger Zusammenarbeit mit dem Nabu künftig  Wohnraum für Vögel, Fledermäuse und Insekten bietet. „Diese Aktion ist vorbildlich zum Erhalt und zum Schutz der Artenvielfalt“, betonte Christoph Hercher und dankte für die Organisation des Aktionstag seiner Kollegin Lilly Nockermann und Ursula Hamm von der Verwaltung.

Beteiligt war auch das  „Mobil“ (Modellregion Biotopverband Markgräflerland) ein Projekt des Regierungspräsidiums Freiburg, vertreten durch Markus Mayer. Einzugsbereich  ist  die Vorbergzone und Rheinebene zwischen Basel und Freiburg. Gemeinsam mit den Partnern, dem  Nabu und mehreren Kommunen,  seien einige Projekte realisiert worden, wie die Einrichtung von Orchideen- und Magerwiesen und  Wildwarnanlagen, die Verkehrsteilnehmer über Infrarotsignale warnen langsamer zu fahren. So seien an einem Knotenpunkt in Schliengen, die jährlich bislang 35 Wildunfälle um 95 Prozent reduziert worden, erklärte Markus Mayer.  Ein Mobil-Partner, der erstmals mit einem Infostand beim Aktionstag vertreten war,  ist die „Fachwartvereinigung Markgräflerland“. Über den neugegründeten Verein, der unter anderem Ausbildungen über naturschutzgerechten Obstbaumschnitt anbietet, berichten wir noch.

Über die Vielfalt der Schmetterlinge informierte Claudia Widder, während Frank Wichmann zur Vogelstimmenwanderung einlud und Claude Steck zur Fledermausexkursion. Für Nistkästen oder Niströhren hat nicht jeder Bürger Platz, aber ein Insektenhotel aus langlebigem Holz geschnitzt passt auch auf den kleinsten Balkon. Eine große Auswahl hatten die Naturschützer am Stand von Rainer Sacker aus Hügelheim. Kinder durften mit Laura Kritzinger kleine Gegenstände aus Holz selbst schnitzen. Und das leibliche Wohl kam dank des  Männergesangvereins Buggingen auch nicht zu kurz.  


Aktuelle Rebschutzhinweise

Das Staatliche Weinbauinstitut informiert


Richtfest der Seniorenwohnanlage

04.05.2017

Das Richtfest im Rohbau der Seniorenwohnanlage in Buggingen wurde mit über 100 Gästen gefeiert. Das große Interesse sehe er als bestandene Bewährungsprobe für die Akzeptanz in der Gemeinde, freute sich Matthias Günther, Geschäftsführer der FWD Hausbau GmbH, die 8,5 Millionen Euro in das Gebäudeensemble investiert. Partner ist die Gemeinde Buggingen, die für 1,6 Millionen Euro Eigentümer des Erdgeschosses wird.
Die Wohnanlage in der Ortsmitte, auf dem 4500 Quadratmeter großen Grundstück gegenüber der Katholischen Kirche, besteht aus einem dreiflügeligen Gebäudekomplex mit einem Innenhof für betreutes Wohnen und einem Wohnhaus mit acht Eigentumswohnungen. Nach dem Abriss der Altgebäude erfolgte Anfang Juli 2016 der erste Spatenstich. Anfang Dezember 2017 sollen die 20 barrierefreien Seniorenwohnungen bezugsfertig sein, so der Geschäftsführer. Es gibt 16 Zwei- und vier Dreizimmerwohnungen mit 53 bis 78 Quadratmetern Wohnfläche. „Alle Wohnungen sind verkauft“, informierte Matthias Günther und dankte den Verkäufern, der Sparkasse Markgräflerland und der Volksbank Müllheim.

Die Wohnungen werden von den Eignern selbst bewohnt und teilweise auch vermietet. Derzeit gebe es fast doppelt so viele Interessenten wie Wohnungen, sagte Matthias Günther. Die Bewohner nehmen eine Grundbetreuung in Anspruch, die von der Sozialstation Markgräflerland geleistet wird, wie Geschäftsführerin Diana Hirth und Danilo Bernitz erklärten. Darüber hinaus kann jeder Bewohner nach Bedarf erweiterte Pflegeformen dazu buchen.

Das 720 Quadratmeter große Erdgeschoss hat die Gemeinde Buggingen erworben. Auf dieser Etage befinden sich die ambulant betreute Wohngruppe mit zwölf Einzelzimmern, eine Arztpraxis und ein Gemeinschaftsraum für alle Hausbewohner. Für das Betreuungskonzept dieser Wohngruppe ist das Evangelische Sozialwerk Müllheim verantwortlich. „Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit“, betonte der Sozialwerk-Geschäftsführer Holger Karg.

Matthias Günther dankte Bürgermeister Johannes Ackermann und der Gemeinde Buggingen, den Käufern der Wohnungen, dem Sozialwerk und der Sozialstation, aber auch der bewährten Architekten-Werkgruppe Lahr und allen beteiligten Firmen. Besonders freue ihn, dass für den Trockenbau, die Elektrik und den Fensterbau Handwerksfirmen aus Buggingen oder Nachbargemeinden  beauftragt wurden, sagte FWD-Geschäftsführer.

Nach dem Richtfestspruch, mit dem die beiden Dachdecker auf dem First um Gottes Segen für das Haus baten, wurde der künftige Gemeinschaftsraum der Gemeinde mit einem zünftigen Vesper für die zahlreichen Gäste eingeweiht.